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Pressemitteilungen und Forschungsmeldungen der Universität Erlangen-Nürnberg

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Letzter Eintrag: 2010.03.09, 16:23

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Dienstag, 9. März 2010

Schüler werben Schüler

Bewerbertag der Berufsfachschule für Krankenpflege des Klinikums

Wer könnte besser beschreiben, wie interessant und abwechslungsreich die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege ist, als die Auszubildenden selbst? Deshalb beteiligen sich die Schüler der Staatlichen Berufsfachschule für Krankenpflege am Universitätsklinikum Erlangen aktiv an der Durchführung des aktuellen Bewerbungsverfahrens. Die Auszubildenden aus den drei aktuellen Jahrgängen stehen den Bewerbern Rede und Antwort, begleiten sie über das Gelände des Uni-Klinikums, zeigen ihnen Wohnheim und Schule und berichten aus ihrem Ausbildungsalltag. Währenddessen führen die Pflegedienstleitungen des Uni-Klinikums Erlangen und eine Lehrkraft der Krankenpflegeschule Einzelgespräche mit den anderen Bewerbern. In den Pflegeberufen ist die Zahl der Bewerbungen seit einigen Jahren rückläufig. Die Erlanger Berufsfachschule, die zum 1. Oktober 50 Ausbildungsplätze in der Gesundheits- und Krankenpflege anbietet, möchte mit dem veränderten Bewerbungsverfahren mehr junge Menschen für die Ausbildung in der Pflege begeistern.

Einladung zum Pressetermin

Zum Bewerbertag am Donnerstag, 11. März 2010, sind Vertreter der Medien herzlich willkommen und können um 14 Uhr in der Palmeria, dem Versorgungszentrum des Uni-Klinikums Erlangen, Palmsanlage 3, das Schüler-werben-Schüler-Programm live erleben. Vormittags und nachmittags werden jeweils 16 Bewerber erwartet, die von sechs Auszubildenden betreut werden.

Ist die Ausbildung schwer, muss ich viel auswendig lernen?

Besteht die Chance, dass ich nach der Ausbildung übernommen werde? Wie viel werde ich verdienen und wo finde ich eine günstige Unterkunft? Bewerber, vor allem die jüngeren unter ihnen und diejenigen, die nicht aus der Region kommen, bringen zum Vorstellungsgespräch viele Fragen mit. Im Gespräch mit den derzeitigen Auszubildenden lassen sich die meisten Dinge schnell klären und für viele Sorgen gibt es einfache Lösungen. Die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege dauert drei Jahre. Im Theorieteil der Ausbildung werden den angehenden Gesundheits- und Krankenpflegern in Blockseminaren neben der Gesundheits- und Krankenpflege auch Bereiche aus den Naturwissenschaften und der Medizin, aus Recht, Politik und Wirtschaft sowie aus den Geistes- und Sozialwissenschaften nahe gebracht. Während des Praxisteils hospitieren die Auszubildenden in mindestens 14 verschiedenen stationären und ambulanten Einsatzgebieten und werden dort als zukünftige Mitarbeiter in das Kollegium integriert.


Weitere Informationen für die Medien:

Gunda Kramer
Tel.: 09131/85-33421
Kunigunda.Kramer@bfskp.med.uni-erlangen.de

uni | mediendienst | aktuell Nr. 48/2010 vom 9.3.2010

Freitag, 5. März 2010

Der Tod kam aus dem All

Neue Studie bestätigt, dass tatsächlich ein Meteorit die Dinosaurier auslöschte

War es der Einschlag eines gigantischen Meteoriten oder doch vielleicht verheerende Vulkanausbrüche? Bis heute diskutieren Forscher darüber, was vor 65 Millionen Jahren zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde auslöschte und das Zeitalter der Dinosaurier beendete. Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler unter Leitung des Geologen Dr. Peter Schulte von der Universität Erlangen-Nürnberg hat neueste Daten analysiert und relevante Studien ausgewertet. Die Ergebnisse belegen, dass der Auslöser eines der größten Massensterben in der Erdgeschichte aus dem All kam. Nachzulesen sind sie in der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins Science (4. März 2010, Vol. 327, Issue 5970).

Sandsteinschichten

Die mehr als zehn Meter mächtigen Sandstein-
schichten an der Kreide-Tertiär-Grenze in der
Gegend nördlich von Monterrey in Nordmexiko.
Die auffällige hell-dunkle Bänderung zwischen
den beiden Pfeilen resultiert wahrscheinlich von
hin und her gehenden Strömungen der Tsunamis
im Golf von Mexiko, die durch den Meteoritenein-
schlag verursacht wurden.
Foto: Peter Schulte

Für Jahrzehnte war die Ursache für das große Massensterben am Ende der Kreidezeit eine der wichtigsten offenen Fragen in den Geowissenschaften. Vor 30 Jahren fanden Forscher die ersten stichhaltigen Belege für einen Meteoriten. Seit 20 Jahren kennt die Wissenschaft dessen Einschlagstelle: Ein 200 Kilometer großer Krater bei Chicxulub ("Chick-shuh-loob") in Südmexiko. Der Meteorit, der dort einschlug, maß vermutlich rund zehn Kilometer im Durchmesser und raste mit einer Geschwindigkeit von bis zu 20 Kilometern pro Sekunde auf die Erde zu, der mehr als zwanzigfachen Geschwindigkeit einer Gewehrkugel. Der aufgewirbelte Staub und die freigesetzten schwefelhaltigen Gase verdunkelten den Himmel über dem gesamten Planeten und verursachten unter anderem eine jahrelang anhaltende Kälteperiode, der viele Arten zum Opfer fielen.

Die Theorie vom Meteoriteneinschlag hat in der Fachwelt nicht nur Befürworter. Der größte Widerspruch kam vor einigen Jahren von der Universität Princeton, USA. Die amerikanischen Forscher machen extrem starken Vulkanismus in Indien für das Ende der Dinosaurier und der anderen Arten verantwortlich und sagen, dass das Aussterben erst 300.000 Jahre nach dem Einschlag bei Chicxulub einsetzte.

Die neuen Untersuchungen des internationalen Forscherteams unter Erlanger Leitung widerlegen diese Behauptungen. "Die Vulkanausbrüche in Indien begannen schon 500.000 Jahre bevor das weltweite Massensterben einsetzte - ohne dass sich gravierende Auswirkungen auf die globale Artenvielfalt zeigten", sagen Peter Schulte und seine Forscherkollegen. Die mehr als 40 Wissenschaftler aus Europa, den USA, Mexiko, Kanada und Japan konnten unter anderem nachweisen, dass erst am Übergang von der Kreidezeit zum Tertiär zahlreiche Pflanzen- und Tierarten schlagartig ausstarben und zwar genau zeitgleich mit dem Meteoriteneinschlag.

Aufnahme des Bohrkerns

Noch rund 4.500 Kilometer vom Krater
entfernt finden sich Spuren des Meteoritenein-
schlags, wie diese Aufnahme aus einem Bohr-
kern beweist. Die roten und grünen Partikel
sind Kalkstein- und Dolomitbruchstücke, die
durch den Meteoriteneinschlag herausge-
schleudert wurden und nach 15 bis 30
Minuten über dem Atlantik niederregneten.
Sie zeigen eine Art Fingerabdruck der Gesteine
im Chicxulub-Krater auf der Yucatan-Halbinsel
in Südmexiko.
Foto: T. Salge, Bruker Nano GmbH; Peter Schulte

Die zeitliche Lücke von 300.000 Jahren zwischen dem Einschlag des Meteoriten und dem Massensterben habe es nicht gegeben, meinen die Forscher. "Die Gegner der Meteoriten-Theorie stützen sich bei ihren Behauptungen hauptsächlich auf wenige Gesteinsablagerungen rund um den Krater, die angeblich diese Lücke zeigen", sagt Peter Schulte. "Bei einem Meteoriteneinschlag dieser Größe wird eine Energie freigesetzt, die millionenfach höher ist als die der größten jemals getesteten Atombombe. Der Einschlag löste gewaltige Erdbeben, riesige Rutschungen und Tsunamis aus, die vor allem im heutigen Golf von Mexiko zu chaotischen Gesteinsabfolgen führten. Somit sind die Gesteinsschichten direkt im Bereich von Chicxulub sicherlich am wenigsten geeignet, um die genaue Reihenfolge der Ereignisse vor 65 Millionen Jahren aufzuklären." Weitaus besser eignen sich Gesteinsabfolgen in größerer Entfernung vom Krater. In ihrer Studie zeigen die Forscher, dass der Meteorit sogar in mehreren tausend Kilometern Entfernung eine Art Fingerabdruck in Form von winzigen Bruchstücken typischer Gesteine der Einschlagstelle in Südmexiko hinterlassen hat.

Darüber hinaus passe auch der Ablauf des Artensterbens genau zu den globalen ökologischen Folgen des Meteoriteneinschlags, erklärt Peter Schulte. Plötzlich einsetzende jahrelange Dunkelheit und Kälte wirkten sich gleichermaßen auf Land- und Meeresbewohner aus. Dies war katastrophal für die Pflanzen und Tiere, die ohne Licht nicht überleben können und somit besonders verheerend für Organismen mit einem hohen Nahrungsbedarf.

Weitere Bilder und eine Animation gibt es unter:
www.uni-erlangen.de/infocenter/meldungen/aktuelles/chicxulub.zip


Weitere Informationen für die Medien:

Dr. Peter Schulte
Tel.: 09131/85-22514
schulte@geol.uni-erlangen.de

uni | mediendienst | forschung Nr. 2/2010 vom 4.3.2010

Donnerstag, 4. März 2010

Klinikum informiert Betroffene

Patientenseminar zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Zum Thema chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) veranstaltet die Medizinische Klinik 1 des Universitätsklinikums Erlangen (Direktor Prof. Dr. Markus Neurath) ein Arzt-Patienten-Seminar für Betroffene und ihre Angehörigen am Samstag, den 6. März 2010 von 10 bis 15 Uhr in der Meistersingerhalle Nürnberg (Münchner Straße 21). Experten aus der Universitätsklinik stehen nach kurzen Vorträgen zu neuen Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten in einer offenen Diskussionsrunde für Fragen zur Verfügung. Weitere Themen sind CED bei Kindern, psychischer Stress, Schwerbehindertenrecht, CED aus der Sicht niedergelassener Fachärzte und alternative Medizin. Bei einem abschließenden Imbiss können Besucher Fragen mit den einzelnen Referenten auch persönlich besprechen. Der Patientenselbsthilfeverband Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e.V. steht als Ansprechpartner ebenfalls zur Verfügung. Das Arzt-Patienten-Seminar ist kostenfrei.

Die Erkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gehören zu den so genannten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), die durch schubartig verlaufende Entzündungsreaktionen der Darmschleimhaut sowie oft auch der Gelenke gekennzeichnet sind. In Deutschland sind etwa 350.000 Menschen von CED betroffen - in der Metropolregion Nürnberg vermutlich rund 15.000 Patienten. Die CED schränken die Lebensqualität der Betroffenen oft stark ein und sind bis heute nicht heilbar. In letzter Zeit wurden jedoch neue Diagnostik- und Therapieverfahren entwickelt, die zu deutlichen Verbesserungen für die Patienten geführt haben. Besondere Hoffnungen liegen zur Zeit auf einer gezielten, individuellen Therapie der Beschwerden der CED Patienten.

"Mit der Veranstaltung möchten wir Patienten und ihre Angehörigen über die aktuellsten Entwicklungen und neuesten Trends in der Diagnostik und Therapie der CED informieren", sagt Prof. Neurath. Hierbei wird die interdisziplinäre Behandlung der Patienten durch verschiedene Spezialisten - Internisten, Chirurgen, Psychosomatiker und Pädiater - im Focus stehen. Zudem werden aktuell laufende klinische Studien über CED vorgestellt.


Weitere Informationen für die Medien:

Prof. Dr. med. Markus F. Neurath
Tel.: 09131/85-35204
markus.neurath@uk-erlangen.de

uni | mediendienst | aktuell Nr. 47/2010 vom 4.3.2010

Auszeichnungen und Funktionen

März 2010

Prof. Dr. Robert Weigel, Lehrstuhl für Technische Elektronik, ist für vier Jahre zum Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik, Frankfurt/Oder, berufen worden.

Prof. Dr. Rolf Schröder, Institut für Neuropathologie, wurde als Mitglied in das Referenzzentrum für Neuromuskuläre Krankheiten der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie aufgenommen.

Prof. Dr. Martina de Zwaan, Psychosomatische und Psychotherapeutische Abteilung an der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik, wurde zur Vizepräsidentin der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. gewählt.

Thomas A.H. Schöck, Kanzler der Universität Erlangen-Nürnberg, wurde in den Vorstand der Licencing Executive Society (LES) Deutschland gewählt. Die LES ist ein weltweiter Zusammenschluss von Patentanwälten, Führungskräften der Wirtschaft und Vertretern von Forschungseinrichtungen, die mit Patentfragen befasst sind. Mit diesem Themengebiet ist der Kanzler auf Grund seiner Tätigkeiten als Vorsitzender des Arbeitskreises für Arbeitnehmererfinderrecht, EU-Angelegenheiten und Drittmittelfragen im Sprecherkreis der Kanzlerinnen und Kanzler der deutschen Universitäten genauso vertraut wie als Vertreter der deutschen Hochschulen im Rat für Innovation und Wachstum der Bundeskanzlerin.

Prof. Dr. Olaf Gefeller, Direktor des Instituts für Medizininformatik, Biometrie und Epidemiologie, wurde für die Amtsperiode 2010/2011 zum Mitglied des Ausschusses für wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme der Deutschen Forschungsgemeinschaft berufen.

Benjamin Hofner, Institut für Medizininformatik, Biometrie und Epidemiologie, wurde der Bernd Streitberg-Preis (Nachwuchspreis der Internationalen Biometrischen Gesellschaft, Deutsche Region) für die beste deutsche Diplomarbeit in diesem Fachgebiet verliehen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.

Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Biomaterialien), ist als Editor-in-Chief der internationale Fachzeitschrift "Materials Letters" berufen worden. Die Fachzeitschrift gehört zu den renommierten und populärsten Publikationen in Bereich der Werkstoffwissenschaften.

Prof. Dr. Karin de Wall, Professur für Geologie mit Schwerpunkt Tektonik, GeoZentrum Nordbayern, ist für die Dauer von fünf Jahren zum Mitglied des 9. Kuratoriums der Bundesanstalt für Geowissenschaft und Rohstoffe (BGR) berufen worden. Die Bundesanstalt ist die zentrale wissenschaftlich-technische Institution, die die Bundesregierung zu allen georelevanten Fragestellungen berät. Aktuell beschäftigt sich die BGR z. B. mit Fragen zu Rohstoffsicherung und Umweltschutz.

Prof. Dr. Bernhard Huss, Lehrstuhl für Romanistik, insbesondere Wissenskulturen der frühen Neuzeit, ist seit Anfang 2010 der für die Romanistik zuständige Mitherausgeber bei der renommierten Fachzeitschrift Germanisch-Romanische Monatsschrift.

Prof. Dr. Max-Emanuel Geis, Direktor der Forschungsstelle für Wissenschafts- und Hochschulrecht, wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden des Senatsausschusses Evaluierung der Leibniz-Gemeinschaft gewählt.


uni | mediendienst | aktuell Nr. 46/2010 vom 4.3.2010

Mittwoch, 3. März 2010

Video: Die Zukunft des Bologna-Prozesses

Screenshot der Diskussion
Am 4. Februar führten Gesprächspartner aus Hochschulpolitik, Forschung und Lehre eine Podiumsdiskussion zur Zukunft des Bologna-Prozesses. Die Universität Erlangen-Nürnberg hat einen Mitschnitt der Veranstaltung auf iTunes U und dem Videoportal der Uni veröffentlicht.

Zum Tod von Prof. Hans Ulrich Zwicker

Meldungen und Termine

Prof. Dr. Hans Ulrich Zwicker, bis zu seiner Emeritierung 1990 Inhaber des Lehrstuhls für Werkstoffwissenschaften (Metalle) der Universität Erlangen-Nürnberg, ist am Mittwoch, 24. Februar 2010, im Alter von 88 Jahren verstorben.

Hans Ulrich Zwicker, geboren 1921 in Öhringen, Württemberg, studierte Chemie und Metallkunde an den Technischen Hochschulen in Wien und Stuttgart und beendete sein Studium 1950 mit der Promotion. Anschließend arbeitete er am Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie in Schwäbisch Gmünd und am Metall-Laboratorium der Metallgesellschaft AG Frankfurt/Main. Zudem war er als Oberbaurat an der Fachhochschule Aalen tätig. 1966 nahm er einen Ruf an die Technische Fakultät in Erlangen auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Metalle) an. Er gehörte damit zur Gründergeneration der 1966 gestarteten Technischen Fakultät und des neuen Studienganges Werkstoffwissenschaften. Seine wissenschaftliche Arbeit erstreckte sich auf die Geschichte der Technologie der Metalle, die Erforschung von Gusseisen mit Kugelgraphit, Kupfer und Kupferlegierungen, Manganlegierungen, metallische Implantatwerkstoffe, Supraleiter, Titan und Titanlegierungen. Im Jahr 1999 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Nach seiner Emeritierung widmete sich Prof. Zwicker - durch eigene Erfahrung als Münzsammler ein Spezialist auf diesem Gebiet - der Katalogisierung der antiken Münzsammlung der Universitätsbibliothek, die er durch die großzügige Schenkung von weiteren 11.000 Münzen beträchtlich bereicherte. In der 12.000 Münzen umfassenden Sammlung Will, die 1916 in den Besitz der Universitätsbibliothek gelangt war, entdeckte Professor Zwicker 1992 eine Rarität: eine griechische Goldmünze aus dem antiken Pisa bei Olympia. Nach bisherigem Forschungstand gibt es weltweit nur zwei Münzen ähnlicher Art.


uni | mediendienst | aktuell Nr. 45/2010 vom 3.3.2010

Internationale Tagung zu Martin Bucer

Donnerstag, 11. März, bis Samstag, 13. März 2010, Theologisches Seminargebäude, Hörsaal A, Kochstraße 6, Erlangen

Martin Bucer
Mit dem Leben und Wirken des Straßburger Reformators Martin Bucer (1491-1551) beschäftigt sich eine internationale Tagung, die der Lehrstuhl für Kirchengeschichte II der Universität Erlangen-Nürnberg vom 11. bis 13. März abhält. Die Veranstaltung widmet sich Bucers Wirken in den für die Reformationsgeschichte zentralen Jahren 1530 bis 1532. Die geladenen Wissenschaftler gehen u. a. der Frage nach, welche Positionen Bucer gegenüber dem Kaiser auf dem Augsburger Reichstag vertrat und wie er zu Zwinglis Religionspolitik oder Luthers Abendmahlslehre stand. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, wie er seine Theorien in die Praxis umsetzte, wenn er die Reformation in einer Stadt einführte.

Die Tagung ist öffentlich, Interessierte sind herzlich willkommen.

Dr. Wolfgang Simon, Tel.: 09131/85-22023, Wolfgang.Simon@theologie.uni-erlangen.de


uni | mediendienst | aktuell Nr. 45/2010 vom 3.3.2010

Internationale Tagung zu Martin Bucer

Meldungen und Termine

Donnerstag, 11. März, bis Samstag, 13. März 2010, Theologisches Seminargebäude, Hörsaal A, Kochstraße 6, Erlangen

Mit dem Leben und Wirken des Straßburger Reformators Martin Bucer (1491-1551) beschäftigt sich eine internationale Tagung, die der Lehrstuhl für Kirchengeschichte II der Universität Erlangen-Nürnberg vom 11. bis 13. März abhält. Die Veranstaltung widmet sich Bucers Wirken in den für die Reformationsgeschichte zentralen Jahren 1530 bis 1532. Die geladenen Wissenschaftler gehen u. a. der Frage nach, welche Positionen Bucer gegenüber dem Kaiser auf dem Augsburger Reichstag vertrat und wie er zu Zwinglis Religionspolitik oder Luthers Abendmahlslehre stand. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, wie er seine Theorien in die Praxis umsetzte, wenn er die Reformation in einer Stadt einführte.

Die Tagung ist öffentlich, Interessierte sind herzlich willkommen.

Dr. Wolfgang Simon, Tel.: 09131/85-22023, Wolfgang.Simon@theologie.uni-erlangen.de


uni | mediendienst | aktuell Nr. 45/2010 vom 3.3.2010

Boys' Day an der Universität

Meldungen und Termine

Donnerstag, 22. April 2010, 8 bis 13 Uhr

Die Universität Erlangen-Nürnberg veranstaltet am 22. April 2010 den ersten Boys' Day. Damit sollen gezielt Jungs für das Studium von Grund- oder Hauptschullehramt gewonnen werden. Die Teilnehmer dürfen im Unterricht an verschiedenen Schulen in Nürnberg hospitieren. Anschließend haben sie die Möglichkeit, sich bei Lehramtsstudierenden über Inhalte und Perspektiven des Studiums zu informieren und über ihre Erfahrungen zu diskutieren. Anmeldungen werden bis zum 18. März 2010 unter anmeldung-boysday@ewf.uni-erlangen.de entgegengenommen. Das Angebot ist kostenlos.

Der Boys' Day wird vom Büro der Frauenbeauftragten der Universität Erlangen-Nürnberg organisiert und steht allen Interessierten offen. Ähnlich wie der Girls' Day, ist er Teil einer bundesweiten Initiative und will Männer für männer-untypische Studienfächer wie Pädagogik, Sozialwissenschaften oder Ähnliches gewinnen.

Mehr Informationen gibt es unter www.boys-day.uni-erlangen.de


uni | mediendienst | aktuell Nr. 45/2010 vom 3.3.2010

Tag der Mathematik 2010

Meldungen und Termine

Samstag, 6. März 2010, Siemens medicare, Allee am Röthelheimpark 1, Erlangen

Das Department Mathematik der Universität Erlangen-Nürnberg verzeichnet in diesem Jahr einen neuen Anmelderekord für den Tag der Mathematik am Samstag, 6. März. Rund 210 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 werden sich in Gruppen-, Einzel- und Schnelligkeitswettbewerben messen. Zwei Referenten der Siemens AG werden über berufliche Anforderungen und Aufgaben als Mathematiker im Unternehmen berichten. Für die begleitenden Lehrkräfte bietet das Erlanger Department ein Fortbildungsprogramm an.

Der Tag der Mathematik in Erlangen wird in Kooperation mit dem Zentrum für Mathematik e.V. organisiert und maßgeblich von der Siemens AG unterstützt.

Fototermin: Siegerehrung um 15.30 Uhr

Die Sieger der Einzelwettbewerbe gewinnen Stipendien für eine Modellierungswoche, in der sie zusammen mit Mathematiklehrern unter Anleitung von Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern verschiedener Hochschulen sowie des Zentrums für Mathematik eine Woche lang Anwendungsprobleme aus Industrie und Wirtschaft mathematisch modellieren. Darüber hinaus erhalten die Schüler mit den 15 besten Einzelergebnissen Gutscheine in Höhe von 50 bis 250 Euro. Die siegreichen Teams der Gruppenwettbewerbe werden mit Taschencomputern oder Taschenrechnern ausgezeichnet.

Ausführliche Informationen unter
www.mathematik.uni-erlangen.de/lehrerausbildung.shtml/TDM2010/tagma10.html

Karel Tschacher, Tel.: 09131/85-22406, tschach@mi.uni-erlangen.de


uni | mediendienst | aktuell Nr. 44/2010 vom 3.3.2010

Preise für Facharbeiten zu gewinnen

Meldungen und Termine

Abiturientinnen und Abiturienten der Metropolregion Nürnberg haben die Chance, mit ihren Facharbeiten Geldpreise in Höhe von bis zu 600 Euro zu gewinnen. Die Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg vergibt gemeinsam mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung erstmals Preise für herausragende Facharbeiten des Schuljahrs 2009/10 in den naturwissenschaftlichen Fächern Chemie, Geographie, Mathematik und Physik. Bis zum 25. März können die Schüler ihre Facharbeiten bei der Naturwissenschaftlichen Fakultät einreichen.

Die Note der Arbeit spielt dabei keine Rolle, denn die Schüler können sich unabhängig von der schulischen Leistung bewerben. Eigeninitiative und Kreativität bei den behandelten Themen werden von der Jury, bestehend aus Wissenschaftler der Universität, ebenso bewertet wie die fachliche Qualität der eingereichten Arbeiten. Der erste Preis im jeweiligen Fach ist mit 600 Euro dotiert, der zweite mit 400 Euro und der dritte Platz mit 200 Euro. Die Arbeiten müssen sowohl auf CD als auch auf Papier zusammen mit einem Formblatt, das auf der Webseite der Naturwissenschaftlichen Fakultät zum Download bereitsteht, eingereicht werden.

Mit der Prämierung soll ein Anreiz geschaffen werden, sich frühzeitig mit der Zukunft nach dem Abitur auseinanderzusetzen. Das Interesse an wissenschaftlichem Arbeiten und dem Studium soll gefördert werden. Da die Facharbeiten von den Schülern in eigenständiger, wissenschaftlicher Arbeit angefertigt werden, sind sie besonders dafür geeignet, die Abiturienten auf das Studium vorzubereiten.

Weitere Informationen unter www.nat.uni-erlangen.de/schule

Christiane Sell, Tel.: 09131/85-27681, christiane.sell@chemie.uni-erlangen.de

uni | mediendienst | aktuell Nr. 44/2010 vom 3.3.2010

Freitag, 26. Februar 2010

Duales Studium ganz nach Wunsch

Vereinbarung mit IHK kombiniert 130 Studiengänge und 200 Berufe

Wie wäre es mit einem ingenieurwissenschaftlichen Studium im Verbund mit einer praxisbezogenen Ausbildung in der Wirtschaft? Oder umgekehrt: Wirtschaftswissenschaften studieren und einen technischen Beruf erlernen? Oder vielleicht doch lieber ein kulturwissenschaftliches Studium, kombiniert mit einer Ausbildung im Medienbereich? Ab dem Wintersemester 2010/2011 ermöglicht eine Kooperation zwischen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg für Mittelfranken erstmals in der deutschen Universitätslandschaft flächendeckend eine wunschgemäße Auswahl aus dem gesamten Ausbildungsangebot regionaler Betriebe und aller Studienfächer an der Universität. Der Vertrag wird am Dienstag, 2. März 2010, um 10.00 Uhr im Erlanger Schloss vom Rektor der Universität, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, und dem Hauptgeschäftsführer der IHK Nürnberg für Mittelfranken, Markus Lötzsch, unterzeichnet.

An einer Universität mit Niveau studieren und gleichzeitig eine anspruchsvolle Berufsausbildung in der Praxis absolvieren: Das möchten viele junge Leute in der mittelfränkischen Region. Bislang gab es dafür nur eine einzige Möglichkeit, noch dazu beschränkt auf das Fach Wirtschaft und genau einen Beruf: Industriekaufmann. Nun wird direkt vor der Haustür eine duale Wunschkombination von praktischer Ausbildung und wissenschaftlichem Studium angeboten, die in der deutschen Universitätslandschaft einzigartig ist. Bei rund 200 IHK-Ausbildungsberufen und mehr als 130 Studiengängen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ergibt sich eine völlig neuartige Wahlfreiheit.

Studium und Ausbildung parallel zu absolvieren ist allerdings eine große Herausforderung für die Leistungsfähigkeit und die Motivation der zukünftigen dualen Studierenden. Unabdingbare Voraussetzung ist ein gutes - oder besser noch sehr gutes - Abiturzeugnis. Danach sind Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen gefragt. Zur Belohnung gibt es außer dem Universitätsabschluss und dem IHK-Zeugnis ein gemeinsames Zertifikat der beiden Institutionen über die erfolgreiche Teilnahme am dualen Studium, das die Türen zum Berufseinstieg weit öffnet.

Vorteile bietet diese Kooperation aber nicht nur für Abiturienten, sondern auch für die Wirtschaft, vom Großunternehmen über den Mittelstand bis hin zu kleineren Betrieben. Bislang mussten Firmen, die an einer Zusammenarbeit mit der Universität in Sektor Ausbildung und Studium interessiert waren, Einzelkooperationen aushandeln. Die neue Form des dualen Studiums ermöglicht es Unternehmen, sich auf kurzem Weg über die IHK einfach in die Kooperation mit der Universität einzuklinken. Damit können auch kleine und mittlere Betriebe ohne großen Aufwand Azubis für die neuartige Verbindung von Theorie und Praxis nominieren und so potentielle Führungskräfte frühzeitig gewinnen.

Wie ist das duale Studium strukturiert?

Das duale Studium dauert einschließlich Bachelorprüfung und IHK-Abschluss vier Jahre, wobei es drei verschiedene Blockmodelle gibt:
  • Beginn mit einem Ausbildungsblock von einen Jahr im Unternehmen, wobei die Auszubildenden zeitgleich als Studierende der FAU beurlaubt sind; danach wechseln Ausbildungszeiten im Betrieb und Studium an der Universität im Takt der Vorlesungszeiten.
  • Beginn mit kurzer Einführung im Unternehmen, dann ab Herbst Studium im ersten Studienjahr während der Vorlesungszeit an der Universität und in der vorlesungsfreien Zeit Ausbildung im Unternehmen; im zweiten Studienjahr folgt ein Ausbildungsblock von einem Jahr im Unternehmen, wobei die Auszubildenden zeitgleich als Studierende der FAU beurlaubt sind; danach weiter alternierend Ausbildung im Betrieb und Studium an der Universität.
  • Drei Jahre im Wechsel Ausbildung und Studium im Takt der Vorlesungszeiten bis zum Studienabschluss an der FAU und anschließend ein Jahr Ausbildung im Block im Unternehmen bis zum Ausbildungsabschluss.

Was müssen Studieninteressierte tun?

Wer sich für das duale IHK-FAU-Studium interessiert, sucht sich zunächst einen betrieblichen
Ausbildungsplatz, klärt dort die Modalitäten des Ablaufs und schließt einen entsprechenden Ausbildungsvertrag. Nach dem erfolgreichen Abitur wird der Studiengang an der Universität Erlangen-Nürnberg ausgewählt. Anfang Juli bewirbt man sich online um den Studienplatz oder schreibt sich für NC-freie Fächer einfach direkt an der Universität ein.

Was müssen interessierte Betriebe tun?

Im Kontakt mit der IHK bekundet man sein Interesse, macht sich auf die Suche nach geeigneten "Azubistudenten" und regelt den Ablauf der Ausbildung im dualen Studium durch Auswahl eines der drei Blockmodelle im Ausbildungsvertrag.

Die flächendeckende Öffnung aller Universitätsfächer und betrieblichen Ausbildungsrichtungen für das duale Studium erfüllt eine häufig erhobene Forderung: Wissenschaftliche Kenntnisse und Forschungsmethoden aus erster Hand, wie sie nur eine Universität vermitteln kann, werden verknüpft mit eigenen Erfahrungen aus der Berufspraxis. Über derart vielseitig gebildete junge Leute können Forschungsergebnisse aus der weltweiten Scientific Community direkt in die Arbeitswelt einfließen. Diese bundesweit herausragende Kombination aus wissenschaftlichem Studium und paralleler Berufsausbildung, die die Universität Erlangen-Nürnberg und die IHK Nürnberg für Mittelfranken in Gang bringen, wird begabte Absolventinnen und Absolventen mit einer wissenschaftlichen Grundausstattung und mit der soliden Basis eines anerkannten IHK-Ausbildungsabschlusses auf den beruflichen Lebensweg schicken.


Weitere Informationen für die Medien:

Dr. Wolfgang Henning
Tel.: 09131/85-24074
wolfgang.henning@zuv.uni-erlangen.de

uni | mediendienst | aktuell Nr. 43/2010 vom 26.2.2010

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